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Aktuelles von QCS

Interview Auszug aus dem Interview unseres Geschäftsführers mit Cargo Fowarder Global über die Situation am Frankfurter Flughafen.

Lesen Sie hier das komplette Interview auf Englisch: https://www.cargoforwarder.eu/2018/01/02/poor-profits-no-investment-equals-downgraded-service/

Der Teufelskreis in der Luftfracht: Schlechte Profite führen zu Investitionsschwäche, und dies führt langfristig zu schlechteren Dienstleistungen.

Der Tonnagedurchsatz an den großen europäischen Drehkreuzen läuft auf Hochtouren. Aber die Kehrseite der Medaille ist, dass Beschwerden über massive Verzögerungen und Probleme mit Importen und Exporten, verursacht durch schlechte Umschlagsleistungen, rapide zunehmen. So auch in Frankfurt. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) sprach sogar von einer fortwährenden "Handling-Katastrophe", die der gesamten Wirtschaft schadet. Auch Quick-Cargo Geschäftsführer Stephan Haltmayer kritisiert die derzeitige Frachtsituation in der Cargo City Süd.


Hohe Tonnagen, schlechter Service am Frankfurter Flughafen - Interview mit Stephan HaltmayerStephan, sind die Behauptungen des Branchenverbandes in Übereinstimmung mit vielen Mitgliedern der lokalen Cargo-Community wirklich berechtigt?

Ja, der Flughafen war schlecht darauf vorbereitet, den enormen Volumenanstieg zu bewältigen, den wir in letzter Zeit erlebt haben. Dies ist schwer nachzuvollziehen, da der Tonnageaufschwung bereits im September 2016 begann. Das Grundproblem ist, dass die Bodenabfertigungsunternehmen unterbesetzt sind, was dazu führt, dass LKWs mittlerweile schon standardmäßig zwischen 16 und 20 Stunden in Be- und Entladezeiten benötigen. Die exzessiven Wartezeiten reduzieren die Kapazität des Straßentransporters und erhöhen die Kosten, die jemand tragen muss. Eigentlich sollten die Fluggesellschaften darauf bestehen, dass ihre Bodenabfertiger ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen und Lastkraftwagen innerhalb von ein bis zwei Stunden laden oder entladen. Dies ist jedoch derzeit nicht der Fall und verantwortlich für  das Handling-Dilemma, das wir beobachten und das aus meiner Sicht das Ansehen von FRA als wichtigsten europäischen Fracht-Gateway stark beeinträchtigen kann.

Welche sind Ihre Hauptkritikpunkte und was sollte getan werden, damit die Luftfracht am Rhein-Main-Flughafen wieder auf die Strecke kommt?

Ein Hauptkritikpunkt ist, dass es in Frankfurt noch immer an einem IT-basierten Werkzeug fehlt, das feste Be- und Entladeplätze für LKWs bei der Zustellung oder Abholung von Sendungen an den Frachtterminals vor Ort bereitstellt. Stattdessen geschieht alles unkoordiniert, was zu Staus und langen Wartezeiten in Spitzenzeiten führt und die bereits bestehenden Probleme bei der schnell ansteigenden Tonnage stark nochmals verschärft.

Aus unserer Sicht sind hier die Fluggesellschaften eindeutig in der Pflicht, da sie und nicht die Spediteure eine vertragliche Beziehung zu den Bodenabfertigern haben. Meiner Meinung haben die Fluggesellschaften die Problematik in der Vergangenheit nicht ernst genug  genommen,  es wurden keine langfristigen Lösungen erarbeitet und auch keine ernsthaften Gespräche mit den Speditionsverbänden darüber geführt. Jetzt scheint sich der Wind gedreht zu haben. Auch die Carrier leiden zunehmend unter den ungünstigen Bedingungen.  Sie scheinen langsam zu erkennen, dass sie Verhandlungen mit Spediteuren und Bodenpersonal aufnehmen sollten, um die Situation zu erleichtern und die Dinge Schritt für Schritt wieder in Ordnung zu bringen.

Einige Speditionen sprechen von Wartezeiten von mehr als 20 Stunden, denen ihre Fahrer und Fahrzeuge in Frankfurt gegenüberstehen. Sind das Horrorgeschichten ohne Substanz  oder können Sie solche Behauptungen  bestätigen? 

Wie gesagt, die Bodenabfertigungsunternehmen sind personell unterbesetzt und deshalb erleben wir alle derzeit untragbare Be- und Enladezeiten. Als Reaktion auf das FRA-Chaos haben wir bei QCS begonnen, einige unserer Sendungen von Frankfurt nach Amsterdam und Paris CDG zu transportieren, weil unsere Waren dort in beiden Fällen schneller waren als FRA.

Warten an Flughäfen kostet Zeit und Geld. Dies bringt die Frage auf, wer am Ende des Tages für die unproduktive Wartezeit aufkommt?

Meiner Meinung nach müssen diese zusätzlichen Kosten von den Fluggesellschaften bezahlt werden. Wir transportieren unsere Sendungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums von den Sammelstellen zur Cargo City Süd. Bei Staus oder Personalengpässen an den Abfertigungsstationen sind wir nicht verantwortlich für diese Verzögerung. Auch hier sollten vor allem die Fluggesellschaften aktiv werden.

Kurz gesagt, sind die aktuellen Probleme, mit denen FRA konfrontiert ist, hausgemacht und daher einzigartig oder spiegeln sie auch Mängel an anderen europäischen Frachtdrehkreuzen wider?

London Heathrow hat kürzlich eine Nachricht an ihre Kunden geschickt, in der sie sich entschuldigen - ich zitiere: "wiederholte Engpässe und schwere Verspätungen, einschließlich Fracht, die aufgrund massiver Rückstände gebuchte Flüge verpasst hat." Ich habe auch von schweren Problemen in Liege und auf italienischen Flughäfen gehört. Im Gegensatz dazu scheint AMS irgendwie besser zu sein. Schiphols großer Vorteil gegenüber Frankfurt ist ihr automatisiertes Liefersystem, das LKW-Fahrer über ihre Mobiltelefone über die Verfügbarkeit von Gate-Slots in Lagern informiert und so das rechtzeitige Entladen von Waren oder Pick-Ups ermöglicht. Darüber hinaus bietet Schiphol den Spediteuren spezielle Parkmöglichkeiten, wo die Fahrer warten können, bis ein Rampentor frei ist.

Welche Maßnahmen sehen Sie, die Situation langfristig zu optimieren, z. B. indem den Bodenabfertigern mehr Geld für ihre Dienstleistungen gezahlt wird, damit sie besser qualifiziertes Personal einstellen können?

Sie treffen den Kern. Die Carrier haben in meinen Augen versucht, am falschen Ende Geld zu sparen. Die Vergabe eines Auftrags an den günstigsten Bieter kann selten zu einer hohen Bearbeitungsqualität führen. Es könnte in der Nebensaison funktionieren, aber nicht in Zeiten, in denen Volumen durch die Decke gehen.

Auf der anderen Seite müssen sich auch die Bodenabfertiger fragen, ob sie alles richtig gemacht haben, um mit der Herausforderung von stark ansteigenden Mengen, Arbeitskräftemangel und niedrigen Löhnen, die zu Arbeitsüberlastung und Lagerüberlastung führen, insbesondere während der Hauptsaison und der Weihnachtszeit umzugehen. Ich bezweifle, dass sie haben!

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